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Positives Geben

Es fiel mir auf, dass immer wieder mal der Satz: "Ich habe doch so viel getan, ich fühle mich einmal mehr ausgenutzt." in meinem Umfeld bei Gesprächen über Beziehungen jeglicher Art zu vernehmen ist.

Auch mir ging es früher so. Was habe ich mich schlecht gefühlt, wenn ich wieder einmal merken musste, dass genau dieses Thema im Raum stand. AUSGENUTZT - BENUTZT!

 

Nutzen - konnte ich aus beiden Wörtern entnehmen. Und rasch war für mich klar *ich kann mir nur AUSGENUTZT vorkommen, wenn ich einen Nutzen aus meiner Handlung erwartet habe. * In manchen Fällen war es mir gar nicht bewusst - es sind Muster, die wir alle oft so übernehmen. Vielleicht sogar von den Eltern. Dort habe ich diesen Satz des Ausgenutzt seins auch oft gehört.

Doch Stopp - ich wollte kein schlechtes Gefühl mehr nach Freundschaftsbrüchen oder ähnlichem.  Schliesslich kann das Gegenüber nur so viel Nutzen aus einer Handlung ziehen, wie ihr angeboten. Meine Überlegung - wenn ich also in dem Moment, wo ich was gegeben habe, egal in welcher Form, doch vor allem aus vollem Herzen, dann hat das in dem Moment Emotional gestimmt. So kann man also später nicht von Ausnutzen sprechen, schliesslich hat man freiwillig gegeben. Dies setzt eine bewusste Handlung voraus und nicht ein übernommenes Schema.

 

Mit der Frage: "Warum gebe ich?" und ich es für mich selbst ganz ehrlich beantworte, bekommt Geben eine ganz andere Qualität. Etwas anderes kommt mir auch nicht mehr in die Tüte und läuft mittlerweile ohne diese Frage - korrekt! 

 

Warum gebe ich...

Damit ich mich gut fühle...?

jetzt oder später eine Gegenleistung erwarte...?

Dankbarkeit erhoffe? 

Oder wenn ich mit meinem Tun gefallen möchte...?

 

Mit diesen 5 aufgelisteten Punkten, steigt beim Scheitern das Gefühl von Ausnutzen / Benutzt werden. Eindeutig ein Negativgefühl und ich bin für dieses Gefühl, wie für so manches selbstverantwortlich. Punkt! 

 

Mit der Frage: "Warum gebe ich?" und ich es für sich selbst ganz ehrlich beantworte, bekommt Geben eine ganz andere Qualität.

 

Geben oder etwas zu tun, ohne etwas zu erwarten / erhoffen o.a. kommt mir auch nicht mehr in die Tüte - hahaha - als zu geben, ohne später bereuen zu müssen. Also nur mit Liebe und selbstlos. Das macht zufrieden und glücklich. 

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