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1. April

Genauso wie mir die Zeit Umstellung von Winter auf Sommer unsinnig scheint, kommt mir auch die Spässchen Macherei zum 1. April vor.

Wer hat dem armen Kerl bloss solche eine Last angehängt? Ich wusste es nicht und so habe ich das Internet kontaktiert. Doch schlauer bin ich nun auch nicht, da alles nur aus *eventuell*oder *vielleicht* besteht. Na klar! Es will mal wieder keiner gewesen sein. So wie wenn man als Kind beim Fussballspielen versehentlich eine Scheibe erwischt hat. Irgendeinem wird dann das Malheur aufs Auge gedrückt, meist der, welcher nicht am schnellsten rennen kann. Ach, die Versicherung wird es richten...hahaha

Warum kann man den April nicht wie jeden anderen Monat begrüssen, anstatt ihn mit mehr oder minder fragwürdigen, oft auch geschmacklosen Witzen zu belegen. Ja nun! Ich muss mich dem nicht hingeben oder mitziehen lassen.

Dazu haben wir seit einer Woche den idealen Ort. Eingedeckt mit 7 Tage Lebensmittel für Herr, Frauchen und Hund. 14 Äpfel im Gepäck für jeden Tag einen... einen für mich, einen für Naya. Und hin und wieder einen Schnitz für Schatz. Weit ab vom Schuss - alleine. Kein TV - der Radio, wenn überhaupt... plaudert dieser zwischen Musik so schnell in einer Fremdsprache, dass wir nichts verstehen. Das Internet wird nur für den Blog und Nachrichten an Freunde, hie und da für ein Filmchen (eine einstündige Serie pro Tag) genutzt. So habe ich seit einer Woche keine Ahnung was auf der Welt passiert und schon gar nicht wo gerade ein Sack Reis umgefallen. Entschädigend - der Weitblick, die Natur, Ruhe, Spaziergänge, ein gutes Buch. Gespräche, gemeinsames Kochen und geniessen, Zeichnen und schreiben. Oder einfach mal nur so dazusitzen und zu sein. Man muss es können...und es ist bestimmt nicht für jeden gemacht. So niemanden mehr zu treffen, zu sehen oder zu sprechen. Sowie das rauere Klima zu dieser Jahreszeit auf 1200m. Blumentechnisch hinkt alles etwas hinterher und so wunderte es auch nicht, als wir heute Morgen durch die Fenster Sicht Schnee serviert bekamen.

Ich kann behaupten, dass ich es hier noch lange...sehr lange aushalten könnte. Mit Schatz und Hund, Naya die es großartig findet über den Höhenboden zu rasen, weil ab der Haustüre die sonst übliche Leine nicht nötig ist. Es ist niemand anderer da. Doch- vergessen... Fuchs und Hase, so wie Rehe und Raubvögel, die sich hier Gute Nacht sagen und sich hin und wieder ganz leise blicken lassen. Morgen geht es nach Hause zurück. Und dann...Dann werde ich das was mir hier so gutgetan hat, mit einem Da capo weiterzuführen versuchen.

Das heisst:

  • Wenig bis kein TV.
  • Radio auf Swiss Pop, da dieser Sender keine Nachrichten bringt.
  • Weiterhin keine Zeitung lesen.
  • Mich noch mehr mit guten und schönen Dingen beschäftigen.
  • Und in dem Täglichen Soll, das Schöne zu sehen.

Denn meine Erkenntnis aus diesen Tagen...

Das Gefühl der Ohnmacht nach Weltmeldungen, bei denen ich alles zu sehen und zu hören bekomme und dabei nichts ausrichten kann, lähmt meine Seele. Unserer aller Seelen.  Die Versprechen von Politikern, welche nicht eingehalten werden (manchmal auch nicht können, weil zu hoch gegriffen) und Lügen mancher Machthaber, machen die Seele dunkel. Stress und Hektik machen die Seele Müde. All das und noch viel mehr tut uns allen nicht gut.

Ich schalte einen Gang runter und schaue, dass es mir und meinem Umfeld gut geht. Das wichtigste erfahre ich eh über den Gartenzaun. Mache es ansonsten wie die Natur. Ich richte mich nach der Sonne, dem Regen, dem Wind und gehe dem nach was mich gesund am Leben erhält. Oder anders gesagt, ich gestalte meinen Alltag positiv - nehme das was kommt an und mache daraus das Beste an dem was mir möglich.

 

So winde ich heute dem 1. April heute ein Sträusschen für eine gute gemeinsame Zeit...

 

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