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Sternenblume

Zu Weihnachten bekam ich von jemandem ein Origami Teelicht geschenkt. Wie ein Stern sah es aus. Das Besondere daran, der gefaltete Stern war genügend gross, so dass darin ein Glas mit einem echten Teelicht flackern konnte. Das ist eher ungewöhnlich und bedarf sonst der Batteriebetriebenen Lichter. Wenn man im Inneren die Kerze anzündete, erstrahlte das Ganze in einem warmen Orange.

Wunderschön!

Hinzu kam, dass die Gestalterin erklärte, dass ich besagtes Licht unbedingt auf der dazu gegeben kleinen Holzscheibe stehen lassen müsse. Denn entzündet, würde die Wärme des Lichts den Bienenwachs, mit dem das Papier eingestrichen worden wäre, erwärmen. Und genau das könnte ohne Astscheibe unschöne Flecken auf Tisch oder Tischdecke geben. So ermahnte sie eindringlich.

Als das Licht das erste Mal brannte, glaubte ich einen leichten Duft von Bienenwachs wahrnehmen zu können. Ich liebe diesen Geruch! Doch vielleicht war es auch nur Einbildung. Egal! Hahaha

 

Die Tage vergingen, Weihnachten, Silvester und alles Festliche lag schon wieder in der Vergangenheit. So waren auch unterdessen die grossen Leuchtsterne von der Fensterbank entfernt, wie auch der grosse Papierstern im Flur. Sie hatte ich vor Jahren in einem Einrichtungshaus gekauft und seither hatten sie jedes Jahr ihren Auftritt mittels Aufhänge-, oder Ständervorrichtung und Strom an diversen Plätzen in Haus ihr Stelldichein.

Doch nun fehlte einfach etwas...es schien alles so dunkel.

Ich mag Lichtquellen die nicht zu hell und noch mehr, wenn sie punktuell eine besondere Ecke oder ein Bild oder sonstiges bestrahlen.

Die Idee zur Umfunktionierung des Origami Sterns kam mir, so glaube ich mich zu erinnern, als ich mit überlegte, wie ich den wohl am besten unbeschadet bis zur nächsten Weihnacht verstauen könne. Nicht ganz einfach - schliesslich war er aus Papier gefertigt. Mit den Papiersternen aus dem Laden verhielt es sich etwas anders. Sie aus festerem Material entstanden, liessen sich einfach zusammenklappen und in ihre Verpackung verstauen. Ganz flach waren sie dann und daher platzsparend zu verstauen. Ich glaubte zu wissen, dass das Origamilicht, das nicht unbeschadet überstehen würde.

Nun stand ich da und schaute auf das Windlicht...grübelte und hoffte es würde mir was Passendes in den Sinn kommen. Wie sollte ich ihn bis zum nächsten Dezember versorgen?

Da kam mir die Idee. Gar nicht – ich versorge ihn GAR NICHT - hahaha

Ich nahm vom einen grossen Stern eine Fassung mit Sparbirne schraubte den Befestigungsring ab, legte ihn auf die Unterseite des Windlichts und zeichnete die Kontur nach. Mittels Schere schnitt ich dann dieser Linie nach und im entstandenen Kreis, machte ich noch ringsherum kleine Einschnitte. Das einstige Windlicht schob ich über die Fassung, schraube von innen den Befestigungsring an...Glühbirne - Sorry! Sparstrombirne rein und....

Tataaaaaa! Nun hatte ich eine kleine Lampe, die aussah wie ein Sternenförmiger Blütenkelch. Das Kabel so angebracht, dass die Blüte ihr Köpfchen von oben herabhängen lassen konnte und alles in einem Strahlenden doch nicht all zu heftigen Licht beleuchten konnte.

Auch heute noch - einige Tage nach Fertigstellung dieser Umwandlung vom Stern zur Blüte, freut es mich jeden Abend, wenn ich dieses Licht, dass eine Nische im Flur in einem schönen Orange ausleuchtet, anknipsen kann. 

Im Übrigen habe ich im Internet unter dem Thema "Windlichter aus Papier" noch einige andere Varianten zum selbst machen entdeckt. 

Mal schauen, ob ich irgendwann die eine oder andere umsetze. Denn was schwierig aussieht, lässt sich tatsächlich gut nachbasteln.

 

Nun wünsche ich dir ein schönes und vielleicht kreatives Wochenende... bis Bald – winke, winke…

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