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Aufleben

"Um 24 Uhr in der Nacht auf den 6. Januar beendet ein neues Strahlen und Leuchten die Zeit der Dunkelheit, die sich in Gestalt der Wilden Jagd zeigte. Ein letztes Mal begehrt die Wilde Jagd auf, bevor sich die Tore in die Anderswelt schliessen."  So wird im Büchlein *Das Geheimnis der Rauhnächte von Jeanne Ruland auf Seite 103 erzählt.

Weiter kann an verschiedenen Orten nachgelesen werden, dass am 6. Januar die heiligen drei Könige das Christkind erreichten und segneten. Und, dass bis zum 6. Jahrhundert man in Rom an diesem Tag die Geburt Jesu feierte. Für mich ganz neu, wurde uns von Klein an erzählt, dass die Könige aus dem Morgenland den kleinen Jesu am 24. Dezember besuchten, um ihm die Gaben zu überbringen? Ich sehe einmal mehr - Man lernt nie aus... Grund genug meine Neugier zu dem Thema zu wecken. Ich lese von alten Bräuchen... Dass die Sternsingern, jene die als die 3 Könige verkleidet, von Haus zu Haus ziehen und die Initialen *C+M+B* mit Kreide über der Tür anbringen, damit das Haus vor Brand, Unwetter und Einbruch schützen sollen. Seit unzähligen Jahren habe ich keinen Sternsinger mehr gesehen. Schade - Uralte Traditionen verschwinden und kommen unwiderruflich nicht mehr wieder.

Eigentlich schade - so finde ich zumindest. Es ist ein Spiegel der sogenannten modernen Zeit. Anderes ist wichtiger geworden. Manchmal auch verständlich, wenn ich über die alten Bräuche lese. Da steht von Zettelchen, welche mit Worten an die heiligen Könige beschriftet bei Wanderern in die Kniekehlen geklebt wurden, um sie vor Räubern, Angriffen und Unwetter zu schützen. Oder von gebrochenen Wünschelruten die den heiligen Königen geweiht, unfehlbar sein sollen. Mehr noch weiht man sie einem bestimmten König so findet man Gold, Silber oder Wasser... je nach dem. Wasser – das wichtigste Gut, das wir besitzen, doch würde nicht jeder lieber nach dem Gold greifen? Ne – Silber steht mir besser. (Hahaha) Und nach einer Auflistung vieler Rituale entdecke ich eines, dass mein Klein Mädchen Herz früher bestimmt berührt hätte und so manches Kind seine Freude daran hätte... da finde ich den Eintrag: "Man stellt Speis und Trank für die unsichtbaren Kräfte, Elfen, Feen und Zwerge vor die Tür. Als Erwachsene wissend, dass bei uns... wie auch andern Ortes sich Nachbarskatze oder gar ein Fuchs daran gütlich täten. (schmunzel)

 

Liebe Leserin, lieber Leser, sollten wir nicht hin und wieder das eine oder andere Ritual, den Zauber davon wieder aufleben lassen. An Glücksbringer, gute Geister und den Schutz von Heiligen zu glauben. Denn nicht von ungefähr kennt jeder die Aussage: Der Glaube versetzt Berge. Unsere Träume ernster zu nehmen, weil sie ein Spiegel unserer Seele sind? Generell unser Tun überdenken? Und das Materielle etwas mehr loslassen? Sich befreien von manchem Neuzeitlichem Ballast. Nicht alles Alte ist schlecht oder unnütz. Oder?

 

Zu guter Letzt steht im Büchlein *Das Geheimnis der Rauhnächte - ein Wegweiser durch die 12 heiligen Nächte* von Jeanne Ruland auf Seite 105 geschrieben, etwas das mir aus dem Herzen spricht:

 

"Geniesse die Magie des Lebens, nimm sie mit in den Alltag. Das, was du für möglich hältst, ist das Wunder, das wahr werden kann. Glaube an dich. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Die Liebe macht Wunder möglich und bringt den Himmel auf Erden."

 

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