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Einst

Bald ist es so weit…Silvester winkt beinahe schon an der Eingangstüre…

Ach, wie erinnere ich mich heute noch gerne an die Feiern vom Jahresübergang in meinen jungen Jahren. Kein Vergleich mehr mit Heute. Wo es seit Jahren gemächlich und ruhig von Statten geht, ging damals sozusagen *die Post ab*.

Denn zum Feiern war uns jeder Tag recht. Silvester sowieso und wie passend, den Geburtstag meines Bruders, der diesen ebenfalls am 31.igsten feiert.

Das war doch wirklich ein Grund genug gross aufzufahren. Zumindest was die Getränke, Dekoration und die Wahl des Motos anging. Ach, nicht zu vergessen die obligaten Erdnüsse, Chips und belegte Brötchen.

Mit den letzteren wurde in einem Jahr ein Wettessen veranstaltet. Es war das erste Jahr in dem Schatz auch mit von der Partie war. Er, war es auch der mit 19,5 Brötchen das Aufgerufene gewann. Sein Preis? Ich erinnere mich nicht - wahrscheinlich hat alleine die Zahl als Gewinn gereicht. Zumal er mit dieser Leistung von den Jungs Bewunderung erntete und das galt mehr als jeder Preis.

Doch eines war in allen Jahren in dem wir ohne Eltern feiern konnten… das Vorbereiten der Bowle. Jedes Jahr mit *vielen gesunden Früchtchen* wie mein Bruder sein gemixtes Getränk mit noch mehr Alkohol als Gesundes an den Mann oder die Frau brachte.

Natürlich war er beim Zubereiten nicht allein. Jeder der schon früh genug anwesend war, hatte sozusagen ein *Eingiess Recht*. Da wurde gemixt was das Zeug hielt.

Ich erinnere mich an einen Silvester, da waren wir vom vielen probieren… na sagen wir mal – in recht guter Stimmung, bevor alle anwesend waren. Dieses Gemisch aus Allerlei Spirituosen war so heimtückisch, dass es runter ging wie Sirup. Süss, süffig und lecker schmeckte man den Alkohol kaum. Kein Wunder, war Zucker seine Geheimwaffe.

Was sonst alles drin war, konnte niemand mehr eruieren, denn auch dabei handelte es sich aus mehreren Kreatoren. hahaha

Es war wenig Feier Zeit vergangen, da mussten die ersten schon an die frische Luft. Genau diese Bowle, war im Laufe des Jahres bei jedem Treffen das Lachthema Nr. 1.

In den kommenden Jahren wechselten wohl die Gesichter, Freundinnen und Freunde – neue kamen… andere gehörten nicht mehr dazu - waren verschwunden, doch eines blieb. Dieses Ritual der Zubereitung eines Silvester Getränks – auch wenn der Name Bowle, dem der Sangria weichen musste.

Schuld an diesem Wechsel der Bezeichnung war ein Spanien Urlaub eines Freundes meines Bruders, trotzdem blieb doch unter dem Strich, dass Prozedere dasselbe. Es wurde hineingegossen was die Hausbar oder die Mitbringsel der Gäste hergaben.

Jedes Jahr dasselbe, doch jedes Jahr schmeckte anders. Manchmal am Tag danach mit Kopfschmerzen, bei etwas Glück ohne. Doch nie hätten wir darauf verzichtet.

 

Erinnerungen – sind sie nicht schön, wenn man darüber lachen kann? Und manchmal ein klein bisschen Wehmut aufkommt, auch wenn man diese Zeiten nicht mehr haben möchte. Dieses Gefühl für mich ein Mysterium. Vielleicht, weil man tief drinnen weiss, dass…besser würden sie nicht mehr werden. Einmal erlebt reicht, um davon min. 100 Jahre zerren zu können. Ich denke gerne zurück und bin dankbar.

 

Ob ich Schatz und mir in diesem Jahr eine kleine Bowle mixen soll…? Ich, die sonst seit vielen Jahren keinen Alkohol trinkt…,weil mir schon früher vieles nicht geschmeckt hat. Doch dabei sein war alles (ein anderes Thema).

Falls in diesem Jahr wirklich so was serviert werden würde, dann sollte es eine Mini, Minibowle werden. Hahaha Mir würde schon ein Stückchen Ananas gebadet in etwas Sekt reichen…hahaha

 

Sehr gesund – würde mein Bruder sagen – hahaha

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