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Vollmondnächte

Gestern Abend, es war schon fast ganz dunkel, wartete ich nach einem Zahnarztbesuch auf den Bus. Nach Hause sollte es gehen. Mit einem Blick auf die Uhr war klar, es dauert noch etwas, bis die grosse Kutsche angefahren kommt und ich einsteigen kann.

Mein Blick schweifte auf die gegenüberliegende Seite. Dort wo ein Hang mit Einfamilienhäuser zu sehen sind und der Wald beginnt. "mmmhhh - wenig Weihnachtsbeleuchtung" dachte ich. Es erstaunte mich, sind doch in manchen Wohngegenden die Häuser mit hunderten von Lämpchen im hellstem Schein zu sehen. Hier nicht. 

"Gut so" sagte ich mir "so kann der Mond, der schon Bald voll erscheint, alles in eine besondere Szene versetzen. Am Sonntag 19.12. um 05:37h ist es wieder so weit. Der Letzte Vollmond in diesem Jahr der erblüht. Wenn ich das mal so nennen darf.

 

Nun, als ich so an dieser Bushaltestelle stand, ebenfalls im Dunkel, konnte ich durch seine Anwesenheit, wenn auch noch nicht voll, die Nebelschwaden über den Wipfeln erkennen. Wie ein Scherenschnitt sah es aus, mit grauer Watte oben drüber. Eine Szenerie, die so manche Spukgeschichte hätte wachsen lassen können. Wenn da nicht zwei grosse Lichtpunkte erschienen wären. "Endlich, mit Verspätung meine Bus Kutsche die mich sicher nach Hause bringt."

Schon Bald sass ich nach einer Fahrt durch die dunkle kurvige Landschaft in der warmen Stube. Zusätzlich wurde das Feuer im Ofen angemacht und die Geschehnisse des Tages erzählt.

Später –

Das Thema Vollmond interessiert mich stets und so las ich im Internet, dass dieser Mond in seiner vollen Gänze etwa 404.934km von der Erde entfernt sein wird. "Das sagt mir nichts - ich kann mit Distanzen nichts anfangen. Jedoch mehr mit der Aussage "Es ist der am weitesten von der Erde entfernte der 12 Vollmonde des Jahres 2021." Ach - deswegen ist das Weitere "er sei daher der am kleinsten erscheinende, weil etwa 10,6% kleiner als der grösste volle Mond vom 26. Mai 2021. Der Zusatz: "Er wird auch als Kaltnächtiger Vollmond bezeichnet" war für mich wirklich logisch. 

Plötzlich machte alles einen Sinn. Einmal mehr lobte ich die Möglichkeit vieles per Internet erfahren zu können, natürlich nur wenn das Interesse vorhanden.

Zu diesem besagten Ereignis würde der Mond am 18. Dezember um 16:15h aufgehen und am nächsten Morgen dem 19.12 um 09:07h unter Gehen. Also volle 16 Stunden aktiv sein.

Der kaltnächtige Vollmond und die Informationen passten echt ins Bild. Denn wenige Tage später am 25.12. beginnen, wie in jedem Jahr, die Raunächte. Dort wo sich nachts die Geister tummeln und Sagen, Rituale, alte Überlieferungen sich die Hände reichen. Dann, wenn sich uns Weissagungen frei Haus präsentieren.

 

Eine Interessante Zeit, in der man nachts nicht unterwegs sein sollte. Das alles und noch anderes steht uns bevor. Doch darüber schon Bald mehr. 

 

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