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Zusammenhängend

 

Vielleicht habe ich dir schon einmal erzählt, wie ich vor einigen Jahren an einem Vortrag für Körpersprache teilgenommen habe.

Im Rahmen dessen wurden wir, die Teilnehmer, aufgefordert in einem grossen Kreis zu gehen. Eine der ca. 150 Teilnehmer/Innen hatte ihren Hund dabei. Er sass während des Theorieteils neben ihr, auf seiner Decke. 

So gingen wir also wie gewünscht alle im Kreis. Manche in Gruppen, andere zu zweit oder allein, so wie ich. Die Referentin Sabine forderte uns auf während des Gehens an etwas trauriges zu denken. Es wurde still, man hörte das Schlurfen einiger Menschen und nach wenigen Minuten lag im Raum eine bleierne Schwere, die drückte. Bei allen hingen die Schultern nach unten, die Schritte schwerer und die Köpfe gegen den Boden gerichtet.

 

"Und nun geht ihr weiter und jeder denkt an etwas Schönes.» so war die erneute Ansage von Sabine. Nach einer kurzen Zeit gingen die Menschen im Raum mit Blick voraus, geraden Schultern und einem leichteren Schritt. Die Energie im Saal war gutgelaunt, der Druck von eben war verschwunden.

Als alle wieder auf ihren Plätzen sassen, zeigte uns Sabine eine kleine Filmaufnahme des Geschehenen. "Hey - habt ihr gesehen?" so ihre erstaunte Frage "Schaut mal auf den Hund rechts Oben im Bild.»

Es war unglaublich, in dem Moment als wir schwer schlurfend umhergingen, verkroch sich der Hund unter dem Stuhl. In der weiteren Sequenz, ab da wo alles Leichter und fröhlicher wurde kam er wieder hervor, setzte sich hin und guckte uns zu. Später stand er sogar auf und wedelte.

"Es ist das was ich euch Vermitteln wollte. Vielleicht sollte ich nun bei jedem Vortrag schauen, dass ein Hund im Raum ist." Wir lachten.

Der Tag war sehr interessant und er wird mir in Erinnerung bleiben, vielleicht ist mir deshalb ein Artikel in einer Zeitschrift ins Auge gesprungen. 

Ich verstand, dass das Hirn und der Körper wie untrennbare Geschwister sind. Sie orientieren sich aneinander. Wenn an einem Tag alles krumm läuft, wird auch unsere Körperhaltung so. Wir Sehnen uns danach, dass es wieder gerade laufen soll.

Unser System ist dualistischer Natur:

Tag und Nacht - Sonne und Regen - schief und gerade...

der Neurobiologe Gerald Hüther sagt:

"Nur wer bereit ist, sich auf den Wandel einzulassen, wird die Harmonie erleben können.

 

 

Ich meinerseits versuche an *Krummen* Tagen, auf einem Spaziergang meine Schultern gerade zu halten, meinen Blick nach vorne oder Oben zu richten...ob du es glaubst oder nicht, meine Gemüt wird leichter und besser...bringt neue Ideen und Herangehensweisen. Und atme ich dann noch tief in den Bauch...dann schütten sich gute Hormone in meinen Körper, Hirn aus und alles wird gut. 

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