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Nach Oben

"Wir schauen alle viel zu wenig nach Oben."

Sagte jemand in einer Talkshow im TV. "Deshalb sind unsere Gedanken auch so trüb." 

 

Bei mir trifft das nicht zu. Mein Blick schweift täglich nach Oben. Schon alleine, weil einige Milane und Mäusebussarde über unserem Haus kreisen. Immer aus der Futtersuche... unglaublich aus dieser Höhe...

Interessant ist es ihre Freiheit im Flug zu verfolgen und wenn es dann um Streitigkeiten mit Elster, Raben oder Krähen kommt, wird das Ganze auch noch spannend.

 

Dann liebe ich die über mich hinwegziehenden Wolkenbilder. Mit viel Dramatik vor Gewitter oder bei Fön umso mehr.

Sowie den Blick nach Oben, wenn ich im Wald spazieren gehe.

Dabei entstand dieses Foto, dass grosse Ähnlichkeit mit einem Rorschach Bild aufweist. Es sind diese Bilder, welche man in der Psychologie einsetzt. "Was sehen sie hier?" ist dabei die Eingangs Frage gegenüber des Kunden, Gastes oder nennt man es Patienten? Egal.

Anhand der Antwort kann der Fachmann oder die Fachfrau den Seelenzustand oder anderes einschätzen. Dabei soll es kein Richtig oder Falsch geben. 

Ach! Wie schön - einmal etwas wobei man nichts falsch machen kann. Doch gibt es das...?

Etwas Wertfreies, um danach einen Wert zu eruieren? Häää? Irgendwie komisch.

Und eine Augenwischerei – denn dabei wird die Reaktionszeit, die Handhabung, sowie die Äusserung festgehalten, die man zur Beantwortung zu einem jeden Bild benötigt.

 

Egal – Auf den Spaziergängen im Wald und dem Blick nach Oben, bringen mich die Bilder der gewachsenen Riesen zum Staunen. Die Bäume und ihre Blätterarten, die Vielfältigkeit in Form und Farbe. Wie grossartig die Natur doch ist...

Es erinnert mich an die Zeit als Schatz mit unserem Harun die Santitätshundeausbildung im Wald trainierte und ich mich immer wieder mal als Figurantin im Wald auf den Boden legen musste. Wartend das mich der Hund möglichst Bald beim Absolvieren eines Suchmusters auffinden würde.

Auch wenn ich zu Beginn nicht so begeistert davon war, mich wo hinzulegen oder zu setzen, wo sich Käfer, Ameisen oder anderes tummeln konnte. Sich Fuchs und Hase guten Nacht wünschen… doch wurde es mit der Zeit richtig angenehm und interessant. Damals als ich freiwillig begann die Schönheit der Natur und die Ruhe beim Warten zu schätzen.

Eine Tätigkeit die richtig gut tat...

 

Wer brauchte denn da noch einen Rorschach Test...? hahaha 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Vordermann (Mittwoch, 01 September 2021 13:12)

    Ich liebe deine Geschichten.�

  • #2

    hei-angel (Donnerstag, 02 September 2021 08:34)

    Vielen Dank liebe Ruth,
    eine Motivation weiteres zu Papier, äh sorry! auf den Bildschirm zu bringen. Oder anders gesagt, die Tastatur weiter anzutippen…