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Bastelwelt

Manchmal kommt mir das Internet schon ein bisschen wie das Paradies vor...

Das Bastelparadies - Auf der einen Seite werden unglaublich viele Anleitungen geliefert, auf der andern auch das dazu gehörende Material angepriesen.

Genauso geschah es vor ca. 10 Tagen.

Ich entdeckte eine Seite mit Bullet Journals - diese sind vergleichbar mit einer Art Tagebuch, Terminkalender und Ideensammler in einem.

Ausser den beschrifteten Seiten wird alles selbst gestaltet. Mit Stickern, gemalt, geklebt verziert und zu guter Letzt beschriftet. Von Kochrezepten bis zum Arzttermin, von Strickmuster bis zum Partydatum und vieles andere sollte darin in möglichst bunter Unterstützung seinen Platz finden.

Doch erfuhr ich rasch, bei meiner Recherche, dass die auf der angeklickten Seite benutzten Stickers nicht in der Schweiz erhältlich sind. Wieder einmal - die gängige nicht EU-Mitglieds Strafe. Oh, no...

Doch wozu hat man die Tasten, auf denen man den Namen genau dieses Artikels eingeben kann? Zu sehen, wo sie erhältlich sind. DENN SIE SIND SOOOOOO HÜBSCH!

Ok - Rasch war ein Hinweis zu einem Bastel- & Künstlerbedarf aufgeschaltet. Noch schneller fand ich die gesuchten Klebebilder in grosser Vielzahl. Der Preis in Schweizer Franken angegeben, sowie in Euro. Das Hauptunternehmen in Deutschland ansässig. Ich gebe zu, ich bestelle nicht gerne im Ausland...denn eine Vorgeschichte, bei der ich für den Zoll beim Postboten an der Haustüre am Ende mehr berappen musste, als der Artikel selbst Wert hatte, lässt sich immer noch nicht aus meinem Gedächtnis löschen. 

Doch die Klebebilder riefen *KAUF MICH* und sie waren so günstig im Angebot. «Okey - Deutschland, das geht doch noch...da kann ich mal über meinen Schatten springen und dabei auch noch ein Auge zudrücken.»

 

Die Gekauft Taste wurde angeklickt, mit der EC-Karte von Schatz bezahlt (hahaha) Keine Sorge der Betrag war unter 15.--sFr. und ab ging die Post.

Genau - Post erhielt ich umgehend zurück, per Mail. Die Verkäufer seien informiert worden. 

Ich staunte nicht schlecht als ich eine Stunde später meinen Mailkasten kontaktierte und dort eine Jenny aus Hongkong in lieben Worten an mich schrieb, dass es sie freue in die Schweiz liefern zu dürfen. Ich bekäme einen Rabatt als Willkommensgeschenk und Porto müsste ich auch keines bezahlen. OH MEIN GOTT! Hongkong - mir wurde etwas flau im Magen. Das schien alles sehr prächtig, doch so viel des Guten - da muss es doch einen Haken geben??? Jenny schrieb noch - mit einem Bildchen ihres lächelndes Gesichts im Hintergrund, dass auf Grund von Corona, sich die Lieferung etwas verzögern könnte.

Spätestens da war ich überzeugt, nun müsse ich Schatz in ein paar Tagen beichten, dass ich für den abgebuchten Betrag leider nichts erhalten habe.

In meiner Verzweiflung öffnete ich noch mal den Hauptanbieter, sah nun plötzlich das Jenny sehr beliebt bei den Kunden sei und die besten Rezensionen erhalten hat. Auch das kann man vortäuschen - dachte ich misstrauisch.

Als ich am Wochenende ein kleines Paket mit einem Hongkonger Absender aus dem Milchkasten nahm, fühlte ich mich schon etwas besonders.

Jenny aus der Metropole von 7,5 Millionen Einwohnern hatte das Paket so gut zugeklebt, als sei darin der Schatz eines Königs. Und das ohne Zusatzkosten.

Es enthielt 100 bestellte Stickers, plus 8 zusätzliche als Geschenk, sowie ein herzliches Dankeschön in einem süssen kleinen Couvert.

Das Mail folgte mit den Worten: "es wurde mir gemeldet, dass deine Bestellung bei dir angekommen ist. Ich hoffe es ist alles wie gewünscht?

Ich wünsche dir viel Freude damit. Deine Jenny" Ab da hatte ich mindestens einen halben Tag ein Dauergrinsen – breitete alles hundert und acht Stickers auf dem Tisch aus und war glücklich.

 

Ja und nun habe ich dir von 2 Bestellungen erzählt --- Genau - nach Asien lag 2 Tage später ein Couvert im Kasten, eine unbekannte Marke und der Absender verhiessen - Post mit 50 Stickern 4 Geschenkten und einen lieben Gruss aus RUMÄNIEN...

 

Da sag mal einer ich würde *nur* in einem Dorf, ohne Weltanschluss, wohnen. Hahahaha!

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