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1946

Wochenende wurde eine Truhe, die zum Verschenken war, abgeholt und eine Kleine, die ich behalte ins Schlafzimmer gestellt.

Beide mussten jedoch vor der jeweiligen Aktion ausgeräumt werden.

Ausräumen ist einfach, doch wohin mit dem Inhalt. "Egal - ich werde schon einen Platz finden" und so war es dann auch.

Doch der Inhalt der kleinen Holztruhe, die einst in einem Bauernhaus stand, zog einmal mehr die ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Dort hatte ich 2 dicke Bündel Zeitschriften, die wir bei unserem Umbau auf dem Dachboden gefunden hatten, sicher verwahrt. Ihr Jahrgang 1946. 

 

Gestern an diesem kühlen, bedeckten und teils regnerischen Sonntag war der ideale Zeitpunkt, um mir einige genauer anzuschauen.

"Oh mein Gott - unglaublich" war mehr als nur einmal von mir zu vernehmen. Die Themen so kurz nach Kriegsende waren unglaublich und mit der ganzen Härte des Wiederaufbaus und Wiederfindens in Wort und Bild zu sehen und zu lesen. 

Einiges an Skurrilem, Vergessenem oder Unbekanntem konnte ich daraus entnehmen. Was sich in all diesen Jahren bis heute so getan hatte und selbstverständlich wurde, ist schlichtweg unglaublich.

Genug, um damit einige Blogseiten zu füllen. Doch halt - keine Bange. Gerne nehme ich hier einiges auf...doch eher in sanften Schritten und Mass. 

Die erste Geschichte mit Bild sprang mir schon in Heft eins der *Schweizer Illustrierten* ins Auge...Sie liest sich wie folgt... 

"So küsste Dr. Summerskill ihren Dr. Samuel als sie ins Parlament (London) gewählt wurde, obwohl sie sich weigerte seinen Namen zu tragen."

 

Ja es war nicht selbstverständlich das Frauen im Geschäftsleben und schon gar nicht in der Politik etwas zu sagen hatten. Eine der Vorreiterinnen Dr. Summerskill welche für Gleichheit kämpfte machte damit in England bestimmt einer der ersten Schritte. 

Dann war das öffentlich Küssen und dann auch noch das dabei fotografiert werden, etwas frivol angesiedelt und zu guter Letzt - Das eine verheiratete Frau den Namen Ihres Gatten nicht annahm, Oh mein Gott - schlicht nicht denkbar.

Frau Doktor tat all das...DANKE DAFÜR!

 

Es wurde auch mal Zeit… seine eigenen Frauen Fussabdrücke hinterlassen zu können und dies nicht nur in der Waschküche oder hinter dem Herd. 

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