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Natur natürlich

Die unendlich vielen Regenstunden haben meine Gartenarbeiten etwas lahmgelegt. 

"Macht nichts" sagte ich zu jemandem "Zeit für andere Dinge"

So ist es, denn einmal mehr wird klar, die Natur braucht mich nicht um wachsen und gedeihen zu können. So husche ich immer wieder mal zwischen zwei Wolken und ihren Entleerungen zu meinen Beeten und pflücke Himbeeren, die so viel tragen wie noch nie. Salat oder Kohlrabi werden für den Mittagstisch aus dem Hochbeet gekappt und inspiziere dabei den Fenchel, ob er wohl schon gross genug. Im zart gefiederten Kraut der südländischen Knolle entdeckte ich vor einiger Zeit einige Raupen des Schwalbenschwanzes. Sie fressen genüsslich und stundenlang, werden dabei dicker und dicker und plötzlich sind sie verschwunden. Else, Hugo und Carlo – wie ich sie genannt habe, haben sich irgendwo zur Verpuppung im Garten festgebunden. Wo? Das ist mir nicht bekannt. Nun ist noch Luigi am Werk. Lach!

"Nein - auch das macht mir nichts aus" sage ich zu Schatz und meine damit die Raupen im Fenchelkraut. "Es hält sich ja alles in Grenzen. Sie dürfen oben und ich esse dann das Unten." erkläre ich lachend. Denn Schatz mag keinen Fenchel. Es ist das einzige Gemüse, das er nicht isst. Dafür ich umso lieber.

Ich bin auch nicht enttäuscht, dass der Kürbis im Zeitlupentempo wächst. Wen wundert es, wenn ich Mitte Juli mit Strickjacke rumlaufe, dass Herr Kürbis keine kalten und nassen Füsse mag. Die selbstgezogenen Melonen sind gänzlich aus dem Beet verschwunden, als hätten sie die Koffer gepackt und sind gegen Süden gezogen, waren sie eines Tages einfach weg. Das hat bei den 3 Zucchini Pflanzen nicht geklappt, stehen lediglich noch die Stängel. Kein Blatt oder Blüte hatte je eine Chance. Schnecken so gross, dass man das Gefühl bekommt sie mutierten, krochen genüsslich darüber her. "Was soll`s" sage ich "Ich habe alles Natürliche angewendet, um sie abzuhalten...ging gehörig in die Regenhose. Lach!

 

Kupferband, Sägemehl, Pflanzen, die sie nicht mögen in die Nähe gesetzt, doch die ewige Nässe und die trüben Tage ohne Sonne, gaben ihnen freie Bahn. "Ärgern tu ich mich nicht" und das meine ich auch so. "Dafür hat es anderes, dass ich ernten kann." Immer wieder mal eine Handvoll Bohnen, oder Erbsen, schon Bald die ersten Gurken. Cleopatra heissen sie... lach und das Stachelbeerbäumchen ohne Stacheln ist so beladen, dass es seinen Kopf gegen die Erde gesenkt hat. "Was will man mehr - es läuft." und damit meine ich nicht nur das Wasser von Oben, sondern das Miteinander - die Natur und ich. "Es kommt keiner zu kurz - alles Okay" sage ich voller Überzeugung und freue mich über das was sie mir bietet.

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