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Oase

Ich kann mich an den Blüten im Garten kaum satt sehen.

Das ist in jedem Jahr so, doch in diesem Jahr noch ein bisschen mehr. Lange hat uns die erst kühle Witterung darauf warten lassen. 

Ich möchte nicht klagen, denn alles kommt so wie es kommen muss und lässt sich zumindest im Garten kaum bis nicht beeinflussen.

Gut so!

Doch nun sind sie da...

Ihnen scheint der späte Start zur Blüte nicht geschadet zu haben. Im Gegenteil - die Stammbäumchen der Persischen Rosen, welche sich von Gelblich über Orange bis zu Rosa in solch üppiger Pracht zeigen, neigten sich dem Boden entgegen. Sie bekamen Stützhilfen gestellt und wurden nochmalig festgebunden. Und als würden sie sich dafür bedanken, nimmt die Blüte kein Ende. 

Viele Blüten gleich viele Insekten. Die Marienkäfer im Moment in solch einer Vielzahl, dass der Holunderbaum welcher sonst sehr Laus anfällig ist, kaum welche zu verzeichnen hat. "Er sieht beinahe wie geleckt aus - lach" sagte ich zu meiner Freundin. Natürlich sind die kleinen Pünktchenkäfer nicht die einzigen welche an dieser Reinigungsarbeit beteiligt waren und sind. Vögel brauchen Läuse zur Aufzucht ihrer Jungen, Wespen und neuerdings 2 Hornissen, welche sich täglich dort tummeln tun ihr übriges.

Es ist ein schönes Gefühl mit anzusehen und auch zu lernen, wie alles in einem Garten seinen geordneten Lauf nimmt. Und einmal mehr kommt mir die Aussage eines Schauspielers, der sich für den Umweltschutz einsetzt in den Sinn: "Wir brauchen die Natur, die Natur braucht uns nicht." 

Und so werde ich im eigenen Garten zum beobachteten Gast, der sich auf die Fahne geschrieben hat: "keine Mittel und Mittelchen, welche dieses System stören könnten anzuwenden." 

 

Es soll eine Oase - unsere gemeinsame Oase bleiben. 

 

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