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Leise

Halli Hallo! Nach einer 3 Tages Abstinenz (Pfingstwochenende) bin ich wieder zurück. 

Natürlich habe ich mir schon überlegt was ich dir erzählen könnte. Und selbstverständlich kann ich dir berichten was ich die Tage so getrieben habe.

Doch dabei kann ich das Ganze auch in einem Titel zusammenfassen.

LEISE!

"Meinst du, ich kann..." fragte ich Schatz "Es ist doch Feiertag" Schatz antwortete "na klar, macht ja keinen Lärm" Und so machte ich mich nach den obligaten Tätigkeiten wie Hundespaziergang und Frühstück an die Arbeit. Natürlich im Garten...

Alles schön leise - versteht sich. (grins!)

Erst brauche Werkzeug...

Ich huschte flink und leise wie ein Wiesel (Augenzwinkern) zum Geräteschrank, drückte mein Knie an die Türe, um dann den Riegel beiseitezuschieben. Meine Hoffnung ihn auf diese Art, die sonst immer funktioniert, leise öffnen zu können, war mein Vorhaben. Mensch! Er quietschte wie ein kleines Ferkel. Nach so viel Regen und Feuchtigkeit machte er mir nun gerade einen Strich durch die LEISE Rechnung. Das Holz der Türe hatte sich wohl etwas mehr verzogen. FEIERTAAAG! Erinnerte mich mein Hirn! 

Egal - ich brauche Werkzeug. Nicht genug, waren die kleine Schaufel und Co im ersten Schrank, meine Gartenhandschuhe im andern und im Dritten die langen Stangen, die ich natürlich gerade heute und unbedingt brauche. 

Natürlich alle Türen aus demselben Material und mit denselben Verschlussriegeln versehen. 

Danke! wenigsten einer der drei hat nicht laut gegeben. Hatte wohl erbarmen? (lach)

Ich huschte wieder auf leisen Sohlen (in den derben Gartenschuhen) zu den Gemüsebeeten. Grub hier und da ein Loch in die Erde, um den vorgezogenen Setzlingen endlich ihren definitiven Platz zu geben. 

Doch zuvor sollte ich sie aus dem Brutkasten (Frühbeet) holen.  

Also zurück durch den Garten über den Sitzplatz zum Kasten, dessen Deckel zum Schutz der immer noch kühlen Nächte bis auf einen Lüftungsschlitz geschlossen war. Deckel auf - 1. Arretierung, zweeeeeeiiiiiite Arretierung...Na du Ding...willst du mir nun das Leben schwer machen? Ich schaffte es nicht den Haltedorn in das Loch der Holzhalterung zu stecken. Hey! Es funktioniert doch sonst auch immer. Doch auch hier hatte die Feuchtigkeit der vielen Regentage ganze Arbeit geleistet und das Holz hat sich verändert.

Rums! Ein hörbarer Faustschlag brachte den Deckel zum Einrasten. FEIERTAG! Erinnerte ich mich erneut.

Na! Nun ist es zu spät, der kurze Lärm war schon Schall und Rauch. Ich blieb ein Moment ruhig stehen und lauschte, ob sich irgendwo in der Nachbarschaft eine Reaktion zeigt. Nö - also weiter an die LEISE Arbeit.

Zurück bei den Beeten steckte ich die Füsse der Setzlinge in die Erde. 

Eine wirklich leise Arbeit. Nebenbei zupfte ich etwas Kraut, das da nicht hinpasste. Beikräuter werden sie nun genannt. Ich hing meinen Gedanken nach.

Doing, Doing, Doing... Die zuvor auf den Rand des Hochbeets gelegte kleine Schaufel hatte gerade eine Flugsekunde und einen eher unsanften, doch vor allem eine guthörbare Landung auf die Gehwegplatte aus Beton hinter sich. Mmmmhhhh - Jaaaaaa aaaaa! Ich weiss FEIERTAG - LEEEEISE. Ich wurde leicht säuerlich über mich selbst. Ich bin doch sonst nicht so ein Tollpatsch. Na! wenigsten nicht immer! (Lach) 

Ich packte das Bündel der Beikräuter. "Nun ab mit Euch in den vor Tagen leergemachten Kompostbehälter" Ich hob den schweren Deckel, ein Gespinst an Weben, war das erste was ich sah...

Knall - der Deckel schlug heftig zu. 6 Riesenaugen und genauso viele Beine hatten mich grad begrüsst - iiiiiiiiihhhhhh - dicke fette Spinne! Da hätte wohl jeder, egal ob FEIERTAG oder nicht...

Ich suchte schon nach Erklärungen, während ich mir die Hand, welche den Haltegriff angefasst hatte an der Hose abputzte. Eine altbekannte Ekelreaktion. Notabene immer noch mit dem Beikräuter Bündel in der anderen Hand, halb unter den Arm geklemmt. Doch ich brauchte mich niemandem erklären, es blieb alles ruhig. UFF! Glück gehabt. Ich stand noch kurz in der Nähe des Kompostbehälters, schaute ihn an wie mein grösster Feind und überlegte… Was tun mit dem Grünzeugbündel?

Dieses wurde nun stattdessen im Schopf in einen Kübel gegeben. "Kann ich später noch in den Kompost...oder Schatz..."

Ich beschloss, ich mach nun mal Pause, habe ich mir nach dem Schreck und so viel Energie um Leise zu sein verdient. (hahaha)

Obwohl sich der Himmel mehr und mehr verdunkelte und kleinere Böen zu verzeichnen waren, wollte ich mein Glas Mineral sitzend im Garten geniessen. Gerade als ich von der Küche in den Garten trat, sah ich wie die Türe des Schopfes die ich versehentlich oder aus Vergesslichkeit aufgelassen hatte, mit einem Schwung zuschlug. Knall! Ich kann nichts dafür, es war der Wind...ehrlich!

Okey! Ich beschloss nun mein Garten unterfangen auf eine ausgedehnte Pause, lesen und Jäten in den unteren Beeten zu reduzieren. Denn damit war gewährleistet, dass nichts fallen, knallen oder scheppern kann. War mit jeder Minute, die verging froh, dass diese Feiertage dem Ende entgegen rutschen. Ehrlich! Ich glaube, wenn ich nicht LEISE sein will, geht alles auch viele LEISER von Statten.

Und als ich da so sass, mit meinem Wasser und einem Buch...

Vernahm ich laute Stimmen, welche nicht endendwollend sprachen. Entdeckte das diese einer Nachbarin und ihrem Mann zugehörig, die dabei ihre grossen Fensterfronten gründlich putzten (wie schon an Pfingsten vor einem Jahr) hörte kurzdarauf die Mähmaschine des Bauern, der das Land hinter unserem Haus bestellte. Jemand reparierte einen Storen. Auf der Baustelle daneben versuchte wohl auch jemand leise zu sein (hahaha) Und bei jemandem klingelte das Telefon fortwährend und die Gespräche konnten deutlich mit verfolgt werden, so wie die Worte als der anschliessende Besuch kam. Kindergeschrei, Hundegebell, viel Verkehr, eine Drohne über dem Quartier, Staubsaugerklänge, Motorenlärm und alles andere als Katholisch besinnlich... lebten sich diese Tage!

 

HEY Leute! Wollten wohl auch alle LEISE sein! hahaha

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