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Männerferien

Werden Im Moment nicht vielerorts und generell Urlaubsziele mit Träumen ersetzt? 

Da können wir froh sein, dass uns das geblieben. Ich meine - Wie gut das es Träume gibt.

Nein! Keine Fantasien, sondern Vergangenes in Gedanken wiederbeleben, könnte man das bezeichnen was ich damit meine. 

 

Wir haben seit ein paar Tagen Ferien...

3 Wochen und ein paar Zerquetsche (Tage)... Wenn ich das mal so lapidar benennen darf. Wäre alles normal verlaufen, so wäre Schatz in seinem wohlverdientem Männerurlaub. 10 Tage Sardinien stände in der Agenda. Abfahrt mit Motorrad und Freunden Frühmorgens bei der Tankstelle.

Wäre alles normal verlaufen hätte Schatz nachts eine Fährenüberfahrt hinter sich, so wie den Einzug ins Hotelzimmer. Hätte mir erst Fotos von den Räumlichkeiten und dann von einem leckeren Essen geschickt. Nudel, Gemüse, Fisch oder Meeresfrüchte, Bottarga oder Pizza. Würde mir abends und morgens am Telefon von den Ausflugszielen mit dem Feuerstuhl und Gesprächen mit dem sympathischen Restaurant Besitzer (Sarde) welcher sehr gut Deutsch spricht (weil er in Old Germany lange gearbeitet hat) erzählen.

Doch all das --- Bilder und Erinnerungen von vor 2 Jahren. Noch vor der Pandemie.

 

Die Hoffnung im letzten Jahr, Kumpel Ferien französisch angehaucht in den Alpen zu erleben... In einem Chalet eines Freundes ohne Restaurantbesuch, mit Selbsteinkauf und Kochen... auch das klappte natürlich nicht. Es ging ihnen so, wie vielen anderen, die Hoffnung auf einen Tapetenwechsel im Ausland planten. Stattdessen war er 2 Tage mit seinem Kumpel in der Schweiz unterwegs, damit das Gefährt und er nicht ganz aus der Übung kämen - lach! (Alibi oder Witzchen am Rande - hahaha)

In diesem Jahr zeigt sich unser Kalender nackt. Kein Sardinien - kein Frankreich, weder die Vogesen noch die Bretagne. Kein Männerurlaub – so auch keine gemeinsamen Tage im Ausland. Naya war noch nie mit uns im Urlaub am Meer. 

Mehr noch - Das Motorrad steht auf Schatz wartend im Schopf und schreit schon Bald *SCHÖNES WETTER BITTE* Denn nun hat sich auch noch die Sonne verabschiedet und überlässt seit Tagen den Regenwolken das Feld.

 

Doch was soll all das jammern. Wir leben, haben ein schönes Dach über dem Kopf, ein kuscheliges Bett, einen Garten (andere einen Balkon) und wir haben uns. Ausserdem Dateien und Alben voller Erinnerungen. Als wären sie einst unwissend für genau solche Zeiten entstanden. Gewachsen - Jahr um Jahr. 

Verwöhnt waren wir, gelebt in einer Selbstverständlichkeit überall und jederzeit hinreisen zu können. Verwöhnt!

 

 

Ich werde in dieser Zeit mit Schatz und Hund schöne Spaziergänge machen. Vielleicht machen wir auch mal eine Ausfahrt mit dem Auto. Leckere selbstgemachte Pizzen, Crepes mit Zitronensaft geniessen oder gar einen gekühlten Cidre doux trinken. Fotos angucken, Bretonische oder Sardische Musik hören, Schatz wird sich bei schönem Wetter abends eine Zigarre und einen kleinen Whisky im Garten genehmigen. Vielleicht schauen wir mal einen Reisebericht auf YouTube oder Arte. Unterhalten uns über Erlebtes und was wir uns so erträumen und Beide freuen uns des Lebens, weil wir uns haben. Und Naya sowieso! Für sie ist ihr Sein in Ordnung, egal ob mit oder ohne Reise. 

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