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L wie...

Auch zu L gäbe es unzählige Wörter, doch habe ich mich ganz spontan für L wie Lehm entschieden. Allein schon, weil es in die Jahreszeit passt.

Mein L hat mit Tierliebe, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Naturmaterialien zu tun. 

Das Ganze dreht sich um den Seedball oder in Deutsch um den Samenball. Wobei gegen die Mehrzahl *Samenbälle* bestimmt nichts einzuwenden ist.

Ein Hauptbestandteil ist eben der Lehm oder das *Ton Mehl (*wobei das aus der Drogerie relativ teuer ist.) Wenn Du also irgendwo in der Nähe einen Erdhügel bei einer Baustelle hast, dann nimm dir etwas davon mit. 

Was Du sonst noch so brauchst und die genauen Angaben folgen jetzt:

  • 1 Teil Saatgut (dazu mehr später)
  • 3 Teile Lehm oder Ton Mehl
  • 5 Teile Erde
  • max. 1 Teil Wasser

Das alles knetest Du zu Walnussgrossen Kugeln. Achtung nicht zu viel Wasser, damit die Saat nicht schon zu wachsen beginnt. Die Kugel trocknest Du nun für 2 Tage. Sie sollten nicht mehr feucht sein.

 

Im April kannst Du deine *Bälle* bis zur Hälfte in einen Blumentopf oder Pflanzkiste mit Erde legen und angiessen. Oder in ein Gartenbeet Garten schmeissen. Wir werfen unsere alle paar Jahre auf das begrünte Schopfdach. Lassen uns dann überraschen was daraus so wächst. Ich kenne Geschichten, bei denen solche Seeballs in der Stadt ins Grün unter den Allee Bäumen gelegt wurden. Oder einem Nachbarn in den Garten geworfen. Ob es sich dabei dann um Blumensamen oder eher Brennnessel, Klee oder Löwenzahn handelte, das von den meisten Gärtnern ungeliebt, entzieht mich meiner Kenntnis. Ich möchte hier auch niemanden auf einen unschönen Gedanken bringen.

 

Natürlich kann man heutzutage diese fertigen Bälle auch beinahe in jedem Pflanzenfachmarkt kaufen oder online bestellen. (Siehst Du auch im Foto unten)

Entscheidest Du dich jedoch zum selbst machen, so wie ich... dann verwende doch einheimische Blumensamen wie z.B. Ringelblumen, Lavendel, Kornblume und Tagetes. Du kannst bunte Mischungen zusammenstellen.

 

Apropos! unsere Seedballs auf dem Schopfdach werden nur durch den Regen gegossen. Zum Teil vermehren sie sich von Jahr zu Jahr, manches verschwindet auch nach einmal blühen wieder. Jedoch konnten wir in den vergangenen Jahren beobachten, wie dort oben ein grosses Bienentreiben stattfindet und wie neue Vogelarten (z.B. Distelfinken) nun seit Jahren unsere Gäste sind...

Also, ich wünsche Dir auf jeden Fall bei Lehm-/Erde- / Samenteig Herstellung viel Spass.  

 

 

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