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Tempeldüfte

"Man könnte sagen, wenn man besagten Kasten öffnet, riecht es wie in einem Indischen Tempel."

Erzählte ich meiner Tante am Telefon.

Ja genau, ich wüsste nicht, wie ich es anders beschreiben sollte. 

 

Doch, hier die Geschichte von Anbeginn an.

"Ach! ich möchte, dass wieder einmal so richtig gute Räucherstäbchen unsere Räume mit Duft erfüllen. Es war in der Adventszeit, als ich diesen Satz beim Tee trinken zu Schatz sagte. "Weisst Du solche wie die, welche ich vor einiger Zeit Mal im Internet bestellt hatte. Doch weiss ich nicht mehr, bei dem das war." Wir unterhielten uns dann noch eine Weile über dies und das. Eines weiss ich noch ganz genau, in den nächsten Tagen zog ich meinen Ordner hervor und schaute ob ich die Quittung des damaligen Lieferanten finden würde. 

Bingo, kurz vor Weihnachten ging eine Bestellung raus. Patchuli, English Toffi, After Eight und wie die Namen der Räucherwaren alle hiessen, wurden mir auf Bald versprochen. So war es dann auch. Was für eine Freude. Die Lieferung war komplett und ich kann sagen mit 8 Stangen a je 10 oder gar 20 Stängelchen, war es für einige Tage, Monate bestimmt genügend. Lagen ja noch die Raunächte vor uns und da kann es nicht schaden, wenn ich das eine oder andere an Duft in den Raum steigen lasse. So meine Überlegung.

 

Doch wie ich schon oft hier auf meiner Blogseite erklärt, manchmal habe ich echt das Gefühl bei meinen Konversationen hört noch irgendwer vom Himmelspersonal mit. Mmmmhhh! ich glaube allerdings, dass meine Aussage entweder übertrieben angekommen ist oder sie (wer auch immer) so richtig in Liefer- & Geschenklaune waren. Lach! Vielleicht passierte es auch nur an Freude für gute Düfte, wer weiss!

 

Im Januar schrieb mich meine Schwester total unerwartet an, sie würde mir ein Paket zusenden. Ok! Dafür bin ich immer zu haben. Das angekündigte roch, obwohl noch zusätzlich in Plastik eingepackt, so richtig heftig nach indischem Tempel… schon als ich es aus dem Postkasten hob.

Geöffnet - gestaunt – nochmal durchgeatmet und durchgezählt... kam ich auf weitere 14 Päckchen Räucherstäbchen jeglicher Geschmacksrichtungen. 

Nach einem Danke und einer Nachfrage, wie sie denn zu diesem Paket käme, antworte meine Schwester…Sie hätte eine Kundin - eine ältere Dame, deren Hobby es sei, genau solche Räucherwaren zu sammeln. Die alte Dame hätte nun genug von ihren unzähligen (ungeöffneten) Stäbchenpäckchen und suchte einen Platz, an dem sie wertgeschätzt würden. Da hätte sie ihr erklärt, dass sie jemanden kennen würde: «Meine Schwester - Sie wird sich bestimmt darüber freuen.»

 

Ich muss grad lachen - vielleicht hatte die Dame auch das Motto *reduzieren und loslassen* wie ich in diesem Jahr – lach! Die Zwei Worte die oft unweigerlich miteinander verbunden sind. hahaha!

Meine Schwester hätte der Dame von mir erzählt. Wie ich so bin und dass die Räucherwaren bestimmt in gute Hände kommen würden. Und so geschah es, dass bei einem erneuten Treffen die Dame, meiner Schwester ein dickes Paket übergab. "Einige habe ich für mich behalten" hatte mir meine Schwester am Telefon noch mitgeteilt. «Oh Gott! Es waren noch mehr...» reagierte ich lachen.

Ausserdem hätte die Dame gesagt: "Es ist kein Mist, es sind die Guten - die echten."

 

Genau das, riechen wir nun jeden Abend, wenn ein Auserwähltes der vielen Päckchen angezündet wird und den Raum mit Tempelduft erfüllt. Oder wie heute und das ist der Grund, warum ich auf diese Geschichte kam, den besagten Schrank öffnete, um eine Kerze heraus zu nehmen. Eine von weiteren, die unterdessen auch den Geruch der Räucherwaren angenommen haben, ach! was sag ich - der ganze Schrank riecht danach... Oder genauer gesagt - schon, wenn man in die Nähe kommt, duftet es... 

 

Also liebe Leute, ihr seht, wir sind bestens eingerichtet für die kommenden Jahre... und liebes mithörendes Himmelspersonal... DANKE! DANKE! DANKE! 

 

 

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