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Wie im Buche

Gnadenlos rief uns der Wecker heute Morgen um 05:15 h aus dem Bett. Ich weiss, andere feiern Sonntag bis in die Puppen im Bett, geniessen ausgiebige Brunchs und legen sich dann auf das Sofa, um ein Buch oder TV zu geniessen.

Bei uns ist das nicht so. Doch, bitte... das ist kein Grund mit uns mitfühlend zu sein. Schatz muss halt hin und wieder auch am Wochenende zur Arbeit. Und wie Du mittlerweile weisst, ich stehe mit ihm auf. Auch das keine Meisterleistung, doch so praktisch, denn es lässt sich vieles erledigen. Immer Dinge die keinen Lärm oder Aufsehen erregen. Schliesslich ist es Sonntag, doch genau das macht es für mich auch für einen besonderen Tag.

 

Naya, die sich zur Langschläferin entwickelt hat, lag in Flugstellung in ihrem Bettchen als wir uns für den Alltag fertig machten. Ganz klare Zeichen (lach) liessen uns erkennen, wenn es draussen Dunkel ist, heisst das für sie SCHLAAAAAAFEN. So legte sich nach dem Gang von Oben nach Unten, in der Küche erneut auf ihre Decke und schloss die Äugelein. Zum Glück warf ich heute Morgen, Schatz war schon weg, einen Blick auf die Wetter App. Man (Frau) hat ja sonst nichts zu tun. lach! 

Diese prophezeiten stärkere Regenfälle gegen 08:00H Ok! ich wusste was zu tun war. Nun war es noch trocken. Naya, unsere Regenscheue Maus wurde durch meine Geschäftigkeit geweckt. Eine Hunderunde auf der uns notabene 7 Katzen begegneten. Miezen auf die wir verzichten könnten, ohne Rassisten zu sein. Doch es wäre wirklich angenehm, wenn sie erst nach 9:00h aus ihren Häusern kämen. Da die meisten dieser Stubentiger genau wissen, dass hier Hunde an der Leine gehalten werden müssen, nutzen sie die Situation und verhalten sie sich Rotzefrech provozierend. Katzen halt - ein Schmunzeln wollte ich mir Angesichts der Konzentration auf Hundis Leinenführigkeit verkneifen. 

Dafür auffallend, dass anscheinend das weisse Huhn auch Sonntag machte und bestimmt noch auf der Stange schlief. Denn im Garten war es nicht zu sehen. Obwohl - Naya seit unseren kleinen, öfters getätigten Trainingseinheiten, mit einem kurzen gelassenen Blick zur Statistin ohne Emotionalen Trubel daran vorbei gehen kann. Ich möchte hier nicht angeben, doch machen mich solche Fortschritte schon Glücklich.

 

Zuhause - nach Futter für den Hund, Müesli in meinem Napf (äh! Schale) dazu einen Weissdorntee und das Suchen mittels ipad nach Kräuterrezepten, ging ich mit Gummischuhen an den Füssen und Schere bewaffnet in den Garten. Naya lag unterdessen wieder dösend auf ihrer Decke. Als ich mit einem Becken voller Salbei und einer Hand mit üppigem Fenchelkraut wieder reinkam, (ääähhh! Da war doch noch Rosmarin bei – egal) lag sie vor dem Fenster. Stand dann auf und wedelte freudig.

*Gueti Maite* ich freute mich ebenso. Denn es war auffallend, dass ich seit neuestem Arbeiten im Garten verrichten kann, ohne dass sie mit der rechten Pfote andauernd an die Scheibe klopft, oder ein anhaltendes Konzert von sich gibt. 

Ich bin so stolz auf sie und es erleichtert unser zusammen sein. Ich knuddelte sie kurz, was sie mit einem liebevollen Blick quittierte.

 

Als ich dann das Fenchelkraut auf den Dörrex (Trockner) legte und später den Salbei mit Tee zu einem Sud kochte, es im ganzen Haus nach Kraut zu riechen begann, hatte es schon längst zu regnen begonnen. Was für ein Glück wir hatten. Ein Blick auf die dem Nass entgangene Naya und ihre Atemzüge liessen erkennen, sie befand sich längst wieder im Land der Träume. Mein Vorhaben im oberen Stock den Eintrag zu schreiben entging ihr trotzdem nicht und so liegt sie nun, deutlich hörbar wieder chillend, neben meinem Stuhl (auch auf einer Decke). Recht hat sie unsere Kleine - die in den vergangenen 2 Monaten wundervolle Fortschritte im neuen Gefüge, mit neuen Regeln gemacht hat. Es war nicht immer einfach mit unseren Briardköpfen. Lach – Doch von Herzen sei es ihr gegönnt, wenn wenigsten eine der Familie den Sonntag erlebt, wie man sich einen Sonntag vorstellen könnte. schmunzel! 

 

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