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Selbstliebe

Ich glaube viele von uns treffen irgendwann mal im Leben auf den Satz: "Du musst dich selbst mehr lieben!" Darauf folgen in manchen Fällen auch Tipps wie man das anstellen soll. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass wenn man sich selbst mag und annimmt, so wie man ist, das Leben sich zum Positiven verändert. Sich selbst annehmen, sämtliche Ansagen, Ausreden und Entschuldigungen, wie "So bin ich halt" weglässt, vieles wirklich einfacher wird. Doch habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es mit dem vielfachen Rat von Menschen die es gut mit Dir meinen: "Stell dich jeden Morgen vor den Spiegel und sag, ich mag mich, ich bin schön, ich bin gut" überhaupt zu nichts führt.

Ok - Man kann es ja mal versuchen. Ich stellte mich hin, sprach die Sätze und ich fühlte mich innert kurzer Zeit noch schlechter als vorher, weil es mir wie eine Komödie vorkam. Es nutzt nichts! Etwas herunter zu leiern, dass man weder sieht noch fühlt noch daran glaubt. Es kam mir wie eine Lüge vor und änderte sich auch nicht, nach dem Rat: "Das musst Du jetzt jeden Tag tun."

Nö - ich wollte mir nicht jeden Morgen in der Früh schon in die Hucke lügen. Ich fand mich hässlich, unnütz und oft auch nicht geliebt, obwohl mir mein Umfeld etwas anderes sagte. Ich hörte es, fühlte es jedoch mit keiner Faser.

Das lag an mir, nicht an den anderen. Dies und die Erkenntnis, so will ich nicht alt werden, liessen mich auf einen Versuch kommen. Und auch wenn das schon unendlich viele Jahre her ist, weiss ich noch wie heute, wie ich versuchte meinen Weg zu finden.

Einen Weg, ohne mir damals bewusst zu machen, dass es eine Potenzierung von Eigenliebe und Selbstwert sein wird.

Die Überlegungen *Was macht mich glücklich* und *Was kann ich besonders gut* sowie *Was tut mir gut* wurde auf meine Fahne geschrieben.

Drei Fragen ein Ergebnis. Ich spürte schon Bald, wenn ich diese Drei in mein Lebensboot hole, verändert sich so einiges. Ich gebe zu, es war nicht einfach. Manchmal musste ich mich bei der Frage *Was macht mich glücklich* von Menschen und Dingen trennen. Das ist nicht immer ein Klacks. Doch spürte ich deutlich *Das tut mir gut* Ich konnte mich neu orientieren. Das heisst es wurde etwas bewegt - lebendig gemacht, weil was nicht passte nun nicht mehr da war oder nur minimal, so dass es vom Positiven übertrumpft wurde. Es machte Platz für andere/s. Bei der Frage *Was kann ich gut* Wo sind meine Talente, meine Charakterstärken war ich echt überrascht. Was da bei genauem Hinsehen alles zum Vorschein kam. Vor allem als ich Negativ Aussagen meiner Eltern genauer durchleuchtete und ich erkennen konnte, ich habe Stärken. Doch auf die musste ich erst selbst kommen und musste sie mir nicht von jemandem sagen lassen. Ich hätte es eh nicht geglaubt.

 

*Das tut mir gut*. mehr noch wurde meine Arbeit, ach - was sag ich mein Ganzes tun nach diesem Satz ausgerichtet. Da fielen Dinge die gezwungenen Masse auch getan werden müssen, nicht mehr gross ins Gewicht. 

Wollte ich in alte Verhaltensmuster rutschen, mich dort ausruhen, musste ich mir selbst einen Tritt in den Hintern geben. Sorry! Klare Aussage gehört auch zu meinen Stärken (hahahaha)

Ich wollte und durfte das Schwungrad, dass ich angeschoben hatte und ein ganzes Uhrwerk zum Laufen gebracht hatte, (mein gewähltes Leben) nicht stoppen.

Und dann kam der Tag, an dem ich im Spiegel in ein zufriedenes, lebendiges Gesicht schauen konnte und das Herz sprach: "Hey - Du bist echt gut gelungen" und dabei klopfte ich mir ehrlich und ohne Clownerie in Gedanken auf die Schulter. Ich war und bin glückliiiiiiiiich! Das will ich auch nicht ändern, deswegen bleibe ich am Ball. Ach was sag ich – ich kann nicht mehr anders. Es ist wie eine gesunde Droge. Und ich kann zu mir stehen, so wie mich der Herrgott ausgestattet hat. Er mir meinen Fingerabdruck, das Rüstzeug von Geburt an oder gar bei der Planung mitgegeben hat. Doch ICH musste erst damit arbeiten und wachsen. DANKE! 

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