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Heute Morgen ging ich auf einem schmalen Weg durchs Dorf, um Brötchen zu holen. Er ist gesäumt von Gärten und Einfamilienhäuser. Es lag so richtig viel Herbst in der Luft. Diese war feucht vom nächtlichen Regen und es roch etwas moderig wie oft zu dieser Jahreszeit, wenn das eine oder andere zu *Kompost* zerfällt. Doch es gab einige Gärten aus denen strömte so ein herrlicher Obstgeruch, dass es mir vorkam als würde ich einen Marmeladen Weg gehen. 

"Wie passend zu frischen, knusprigen Brötchen" dachte ich. Doch wurde ich jäh aus diesem Gedanken gerissen. Ein ebenfalls typisches Herbstzeichen hatte sich gerade über meine Wange, die Nase und über das eine Brillenglas gelegt. So fein, ich konnte es nicht sehen, nur spüren.

Und als ich vor wenigen Minuten dieses Gedicht von - Wilhelm Busch - gelesen habe, dachte ich: "wie passend" und "Der Willi war wohl auch schon im Oktober, früh morgens zum Bäcker geschlendert. " Schmunzel! Nur was für eine Fantasie dabei von Festgewand zu reden. Lach!

 

"Der schöne Sommer ging von hinnen,

der Herbst, der reiche, zog ins Land.

Nun weben all die guten Spinnen

so manches feine Festgewand."

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