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Fremdsprache

Als vor unendlich vielen Jahren bei Schatz der Wunsch aufkam einen Hund haben zu wollen, war ich etwas erstaunt.

Katzen waren bis dahin meine Begleiter gewesen, Hunde in meiner Gedankenwelt als Mitbewohner nicht vorhanden. Einen Beissvorfall im Kleinkindesalter liessen bei Hunde Begegnungen sogar die Angst aufkommen. Wobei mir heute klar ist, an die gute und die Intensive Zeit mit "Ador" dem grossen Rottweilerrüden meiner Patentante, bei der ich als Kind oft abgegeben wurde, erinnerte ich mich erst viel später wieder. 

Schatz kam auf die Idee seinen Wunsch mit einer Kurzzeit Adoption, wenn ich das mal so nennen kann, zu unterstützen. So lieh er sich bei einem Bekannten für eine verlängertes Wochenende einen Polizei Diensthund. Ich, wurde mehr oder weniger vor Vollendete Tatsachen gestellt. Daran sehen Leute, die uns kennen, wie lange das her ist, denn das würde keiner von uns mehr so tun. (weder Schatz noch ich)

Ich nenne den Hund nun mal Rex, weil ich nicht mehr weiss, wie er hiess. Rex wurde an einem Samstagmorgen bei uns abgegeben. Ein Riesiger Deutscher Schäfer, dunkel und für mich bedrohlich wirkend "der frisst wohl Rotkäppchen mit einem Happ" waren meine Worte, während Schatz strahlend dastand als hätte er Weihnachten und Geburtstag zusammen.

Im Gepäck fanden wir eine Decke, Frotteetücher, Näpfe, Spielball und Futter. "Das kriegen wir schon hin" sagte Schatz glücklich, Worte, die zu meiner Beruhigung hätten, dienen sollten. Taten sie aber keineswegs. lach 

"Er versteht alles" behauptete Schatz "Du musst Dir keine Sorgen machen - so sehen wir doch am besten wie ein Leben mit einem Hund ist." 

Um das Ganze abzukürzen - Rex mag wohl der klügste, beste und liebevollste Hund gewesen sein. "Gott hab ihn Seelig" Doch das arme Tier wurde ab dem Schlagabtausch, seines Meisters an uns, mit Kommandos belegt…. «Befehle», die wir irgendwo aufgeschnappt hatten und nun glaubten an ihm ausprobieren zu müssen. Schließlich wollten wir uns von unserer besten Seite bei ihm zeigen. ER - die Seele eines Tieres, lag - sass oder stand da und schaute uns mit einem "nichts verstehen" Gesicht an. Wir lachen noch heute darüber, so auch sein Besitzer, den wir bei der Abholung von Rex nach seinen Wortwissen fragten. (ein bisschen zu spät) 

Trotz dem Fremdsprachen Debakel - Es war ein unvergessliches Wochenende. Rex der liebevollste Hund, den man sich hätte vorstellen können und mit einer Geduld (uns gegenüber gesegnet) brachte uns viel Freude. Als er dann noch auf dem Spaziergang auf mich wartete, als ich keuchend den Hügel hochkraxelte, war klar "Es darf vielleicht auch ein Hund sein." Schliesslich hätte das so mancher Mensch nicht gemacht. Gewartet – meine ich *hahahahaha*

Aus erfahrener Quelle wissen wir, dass der grosse Schäferhund durch uns keinen bleibenden Schaden bekommen hat und weiter im Dienst eingesetzt werden konnte. *Lach* 

Eine längere Zeit später und durch verschiedene Umstände und Vorzeichen erschien dann Welpe Harun auf unserer Lebensfläche. Das - ist allerdings eine ganz andere Geschichte. 

 

 

Im Bild siehst Du die Schäferhündin unserer Freunde - es ist nicht Rex der mit dem Boot geflohen ist. 

 

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