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Schlinger

Vor einiger Zeit habe ich Dir versprochen, dass ich Dir Bald Pflanzen aus dem neuen Beet bei der Pergola und dem Laubengang zeigen werde. Nun ist die Zeit reif und so stelle ich Dir heute den Hopfen vor. Ich liebe ihn - obwohl er nicht ganz ohne ist.

Denn seine kleinen Häkchen an Blatt und Stängel sind nicht unbedingt so angenehm. Ähnlich der rauen Seite eines Klettverschlusses möchte er sich alles krallen was ihm in die Fänge kommt. So hat auch schon meine und Schatzes Haut mit ihm seine Erfahrungen gemacht. Ich möchte beinahe behaupten, dass man ihn anstelle einer Schlingpflanze, eher als Schlingel bezeichnen könnte.

Lässt man ihn in Ruhe und er kann ungehindert seine langen Austriebe wild in alle Richtungen wachsen lassen, eignet er sich wunderbar als Schattenspender und nicht zuletzt als eine Wohltat fürs Auge. Doch sieh selbst auf den Fotos. Da im Stadium der Blüte. Also der Fruchtansatz zu den Hopfenzapfen ist somit gegeben.

Zu erwähnen sei, dass er im Frühjahr, kurz nach Austrieb voller Marienkäferlarven war, die dann auch alle zu putzigen Insekten geschlüpft sind, welche munter ihre Arbeit als Laustilger begannen. Erinnert irgendwie an Pacman (für die älteren unter uns)

Übrigens, wir brauen später kein Bier mit den "Früchten". Auch wenn, das im Moment die wohl meist gestellte Frage der Spaziergänger ist, nach dem sie wissen wollen wie diese Pflanze heißt.

Mmmmhhh! Eigentlich noch interessant, dass viele den Kletterer nicht erkennen, jedoch nach Beantwortung jeder weiß das man damit ein Gebräu herstellen könnte. Lach!

 

Und nun verabschiede ich mich mit einem neuen Versprechen – zu gegebener Zeit zeige ich Dir wie man den Hopfen sonst nutzen kann.

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