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Abwartend

"Glauben Sie vielleicht, Sie sind die Einzige auf der Welt, die wartet"

fragte Schwester Mary Inconnue. 

"Die Welt ist voller Menschen wie Sie, die auf eine Veränderung warten.

Auf einen Job. Auf einen Geliebten, Auf etwas zu essen. Auf einen Schluck Wasser. Auf einen Sechser im Lotto.

 

- aus dem Roman: "Das Geheimnis der Queenie Hennessy" von Rachel Joyce (Fischer Verlag)

 

Weiter gab Ihr Schwester Mary Inconnue den Tipp sich in die Menschen hineinzuversetzen, um zu spüren, dass sie damit nicht allein ist. Weil es allen so geht.

 

Mir jedoch kreiste kurz nach dem Lesen der Gedanke "auf was warte ich?" und macht es überhaupt Sinn oder könnte ich die Zeit nutzen in dem ich mit Veränderung beginne, damit vielleicht das eine oder andere, auf das ich unter Umständen warte eintreffen kann?

Blockieren wir nicht das Eintreffen, mit dem Warten auf Dinge, die vielleicht gar nicht notwendig sind. Sollten glücklich sein mit dem was präsent, im Hier und Jetzt? Und so begann ich im Kopf meine Warteliste abzuchecken. Ich machte Häkchen hinter Dinge, die ich ablegen und setzte Kreuze an die Stelle, die ich mit etwas Mut in nächster Zukunft angehen kann.

Und der Gedanke wirkte irgendwie befreiend. Lösend. Er gab eine neue Richtung an - eine ohne Zeit mit Warten zu vergeuden. 

 

 

Auf was wartest Du? 

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